Kampfmittelsondierungen

Amprion hat als zuständiger Übertragungsnetzbetreiber gemäß §17d Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) den gesetzlichen Auftrag, die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme DolWin4 und BorWin4 von der Nordsee bis zur Umspannanlage (UA) Hanekenfähr (Lingen/Ems) zu bauen. Genauso verhält es sich mit der Gleichstromverbindung A-Nord, die Amprion zwischen den Netzverknüpfungspunkten Emden Ost und Osterath bauen wird. Die Leitungen sollen 2027 (A-Nord), 2028 (DolWin4) und 2029 (BorWin4) in Betrieb gehen. Die Erdkabeltrassen sind als Vorhaben Nummer 1, 78 und 79 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPIG) verankert und werden zwischen Emden und Lohne (Gemeinde Wietmarschen) gemeinsam geplant und parallel verlegt.

Um unsere Planungen zu präzisieren, müssen Kampfmittelerkundungen durchgeführt werden. Die Oberflächensondierungen der Kampfmittel erstrecken sich über einen Gesamtzeitraum vom 05. September 2022 bis voraussichtlich 16. Dezember 2022. In diesem Zeitraum ist eine jeweils kurzzeitige, ggfs. mehrfache Inanspruchnahme (in der Regel 1 - 2 Arbeitstage über einen Zeitraum von etwa 2 Wochen) der Flurstücke zur Durchführung der Sondierung und gegebenenfalls Bergung erforderlich. Im Gefahrenfall wird die Bergung unmittelbar erfolgen, bzw. mit Ihnen abgestimmt.

In einem ersten Schritt haben wir die Bereiche, für die ein Kampfmittelverdacht besteht, durch historische Recherchen mit Luftbildauswertungen abgeglichen. Auf diesen Kampfmittelverdachtsflächen werden geomagnetische Flächensondierungen der Oberfläche vorgenommen. Sofern wir Kampfmittel oder ähnliches orten, werden wir diese von Ihrem Grundstück räumen. Je nach aufgefundenem Fremdkörper und Tiefenlage erfolgt dies durch eine Fachfirma mit einem Kleinbagger. Von Amprion beauftragte Unternehmen führen diese Sondierung durch. Die Sondierungen erfolgen auf Grundlage des § 44 im EnWG.

Folgende Arbeiten werden durchgeführt:

Kampfmitteluntersuchungen

In einem ersten Schritt haben wir die Bereiche, für die ein Kampfmittelverdacht besteht, durch historische Recherchen mit Luftbildauswertungen abgeglichen. Zum Herbst 2022 nehmen wir auf diesen Kampfmittelverdachtsflächen geomagnetische Flächensondierungen der Oberfläche vor. Sofern wir Kampfmittel o. ä. orten, werden wir diese im Vorfeld räumen. Je nach aufgefundenem Fremdkörper und Tiefenlage erfolgt dies durch eine Fachfirma mit einem Kleinbagger.

In einem zweiten Schritt werden wir Flächen, in denen Kampfmittel in größerer Tiefe vorkommen können und die nicht über die geomagnetischen Sondierungen sicher erkannt werden können, mit Bohrlochsondierungen untersuchen. Bei diesem Verfahren werden in einem Raster von 0,75m Bohrlöcher durch einen Kleinbagger bis zu 10m Tiefe gebohrt und in diese Löcher geomagnetische Sondierungen vorgenommen.

Vermessungen

Im Rahmen der Voruntersuchung werden wir vor und während der Arbeiten Vermessungen vornehmen müssen, um z.B. die Untersuchungsräume zu kennzeichnen oder eventuelle Funde topographisch aufzunehmen. Hierzu werden wir in der Regel GPS-gestützte Vermessungsgeräte nutzen, die Lage und Höhe von Geländepunkten durch die Auswertung von Satellitensignalen bestimmen. Verhindern naheliegende Objekte den Empfang der Satellitensignale, können wir auch elektrooptische Messsysteme einsetzen. Diese Geräte können von einer Person getragen und bedient werden, so dass wir diese Vermessungen zu Fuß vornehmen.

Wir bedanken uns vorab für Ihr Verständnis.

Nachfolgend finden Sie eine Liste aller betroffenen Flurstücke zum Download:

Bei Fragen zu den Projekten und den anstehenden Arbeiten, können Sie sich gerne an die jeweiligen Projektsprecher wenden: Stefan Sennekamp für die Offshore-Projekte und Jonas Knoop für das Projekt A-Nord.

Stefan Sennekamp
Stefan Sennekamp
Projektsprecher Offshore
Jonas Knoop
Jonas Knoop
Projektsprecher